Der Podcast
EU goes School – Lehrkräfte als EU-Botschafter:innen
Im neuen Podcast des Projekts „EU goes School“ diskutieren wechselnde Gäste aus Wissenschaft und Praxis zentrale Fragen rund um die Europäische Union und ihre Vermittlung im Unterricht. Neue Folgen erscheinen monatlich.
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Das Projekt „EU goes School – Lehrkräfte als EU-Botschafter:innen“ entwickelt seit März 2022 vielfältige Maßnahmen zur Stärkung der Europabildung bei angehenden und bereits praktizierenden Lehrkräften. In Kooperation zwischen dem Münchener Zentrum für Lehrerbildung (MZL) und der Lehreinheit für Politische Bildung und Didaktik für Politik und Gesellschaft am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI) entstanden unter anderem eine eigene E-Learning-Plattform sowie mehrere Seminare und Exkursionen mit Studierenden und Referendar:innen nach Straßburg und Brüssel.
In der zweiten Förderphase erweitert das Projekt sein Angebot um einen eigenen Podcast. In monatlich erscheinenden Folgen werden unterschiedliche Themen rund um die Europäische Union und ihre schulische Vermittlung behandelt – von Integrationsprozessen und Institutionenkunde bis hin zu Planspielen. Gäste aus Wissenschaft und Praxis geben dabei Einblicke in ihre Erfahrungen und teilen ihre fachliche Expertise.
Der Podcast richtet sich an Studierende, Lehrkräfte und Multiplikator:innen der Europabildung ebenso wie an alle interessierten Hörer:innen. Die Folgen erscheinen auf der Website des MZL, der Projekt-Homepage von EU goes School sowie auf iTunes und Spotify.Das Projekt „EU goes School – Lehrkräfte als EU-Botschafter:innen (EGS-LAB)“ möchte (angehende) Lehrkräfte dazu anregen, ihre Einstellungen gegenüber Europa zu reflektieren und konzeptuelles Wissen über die EU und deren Funktionsweise aufzubauen. Darüber hinaus soll diese Zielgruppe dabei unterstützt werden, ihre Lehrfähigkeiten zu entwickeln bzw. auszubauen, um Lerngelegenheiten für Schüler:innen zur EU schaffen.
Folge 1:
EU goes School – Lehrkräfte als EU-Botschafter:innen
In der ersten Folge des neuen Podcasts sprechen Prof. Dr. Markus Gloe und Fabian Heindl über ihren Alltag und ihre Erfahrungen in der Ausbildung von Lehramtsstudierenden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Verhältnis zwischen (angehenden) Lehrkräften und der Europäischen Union tatsächlich so schwierig ist, wie häufig behauptet wird.
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Die Europäische Union hat in der politischen Bildung traditionell einen schweren Stand. Viele Lehrkräfte empfinden sie als komplex und wenig alltagsnah – mit der Folge, dass sich der Unterricht nicht selten auf das Auswendiglernen des Integrationsprozesses und der Institutionen beschränkt.
„Ich würde schon sagen, dass das Bild stimmt oder zumindest teilweise stimmt, dass die EU in der politischen Bildung als notorisch schwer vermittelbar gilt […] Das führt dazu, dass das „EU-Thema“ häufig einfach formal abgehakt wird, ohne, dass es einen Raum für Kontroversität oder lebensnahe Zugänge gibt.“
Ausgehend von ihren Erfahrungen in universitärer Forschung und Lehre gehen Prof. Dr. Markus Gloe und Fabian Heindl diesen Wahrnehmungen auf den Grund. Sie diskutieren, woher die verbreitete Unbeliebtheit der EU als Unterrichtsthema stammt, ob sich das Verhältnis in den vergangenen Jahren verändert hat und welche didaktischen Zugänge und Methoden jenseits reiner Faktenvermittlung geeignet sein könnten, um junge Menschen stärker für europäische Politik zu begeistern.
Folge 2:
Europabildung: Was bedeutet das überhaupt? (mit Prof. Dr. Monika Oberle)
In der zweiten Folge sprechen Prof. Dr. Monika Oberle (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Fabian Heindl insbesondere über begriffliche Grundlagen: Meint Europabildung denn grundsätzlich dasselbe wie EU-Bildung? Ist Europabildung zwangsläufig politisch oder muss man als Lehrkraft erst dafür sorgen, dass sie politisch wird? Außerdem gibt es noch einen kurzen methodischen Ausflug in das Themenfeld Planspiele. (Spoiler: „Das Planspiel ersetzt nicht die Politiklehrkraft.“)
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Prof. Dr. Monika Oberle ist Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Didaktik der Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zuvor hatte sie gut 12 Jahre lang die Professur für Politikwissenschaft/Didaktik der Politik an der Georg-August-Universität Göttingen inne. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die politische EU-Bildung, zu der sie zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat. Sie ist außerdem Leiterin des Jean-Monnet-Projekts „Fit4EU“, das es sich zur Aufgabe macht, Politiklehrkräfte verschiedener Schulformen fachlich wie methodisch gezielt auf den Unterricht zur Europäischen Union vorzubereiten.
Weiter Quellen und Materialien zur Folge:
Das Projekt „Fit4EU“ mit Infos rund um Fortbildungen, Planspielen und Materialien: https://fit4eu.org/
Frech, S., Geyer, R., & Oberle, M. (Hrsg.) (2021). Europa in der politischen Bildung. Frankfurt a.M.: Wochenschau Verlag.
Oberle, M., Ivens, S., & Leunig, J. (2018). EU-Planspiele in der Grundschule – Ergebnisse einer Interventionsstudie. In H. Schöne & K. Detterbeck (Hrsg.), Europabildung in der Grundschule (S. 101-117), Frankfurt a.M.: Wochenschau. Oberle, M., & Leunig, J. (2018). Wirkungen politischer Planspiele auf Einstellungen, Motivationen und Kenntnisse von Schüler/innen zur Europäischen Union. In B. Ziegler & M. Waldis (Hrsg.), Politische Bildung in der Demokratie. Interdisziplinäre Perspektiven (S. 213-237). Wiesbaden: Springer VS.